Erklärung zur Eröffnung des Bauabschnittes 6, Kleiner Tiergarten

Im Rahmen des diesjährigen bundesweiten Tag der Städtebauförderung am 9. Mai 2015 finden mehreren Veranstaltungen seitens der Verantwortlichen im Senat und Bezirk zu „Green-Moabit“ und der „klimagerechter Stadtteilgebiete“ in Moabit statt, darunter die

Eröffnung des Bauabschnitt 6 im Kleinen Tiergarten am 9.5. um 11.00 Uhr!

Die BI KTO wertet die Parkumgestaltung als ein klimapolitischen Sündenfall
und keineswegs ein Vorzeigeprojekt als Beitrag für den Klimaschutz.

Wir kritisieren, dass unsere wichtigen Forderungen der Petition „Rettest den Kleinen Tiergarten“ an das Berliner Abgeordnetenhaus 2014 mit rund 2000 Unterschriften nicht berücksichtigt wurden.

Wir kritisieren:
– 58 gefallene Bäume, darunter viel große gesunde Bäume
– großflächige Rodung der wertvollen Hecken- und Sträucherbereiche
–  Verlust der dichten Wallbepflanzung in den Parkrandbereichen zum Schutz der Menschen  vor denVerkehrsbelastungen
–  deutliche Verringerung der Vegetationsfläche
–  übermäßig viele teure Betonbauten (3 Sitzkiesel) und teure Betonheckeneinfassungen
–  mehr Abgase, Feinstaub und Lärm im Park

Im Hinblick des geplanten Neubaus eines Schultheiß Quartiers fordern wir
– die Verlegung der Parkhauseinfahrt von der Turm- in die Stromstraße
–  nachträgliche Begrünung der Parkrandbereiche im Bereich der genannten Parkhauseinfahrt zur Turmstraße him die Erholungssuchenden vor den prognostizierten zusätzlichen V erkehrsbelastungen zu schützen.
Für den angrenzenden Bauabschnitt 7 verweisen wir auf die Beschlüsse und Forderungen der Stadtteilvertretung AZ Turmstraße zur Modifizierung der Parkplanung, zuletzt vom 24.11.2014 hin.
Schauen Sie sich die die neue entgrünte, betonierte, asphaltierte und versiegelte Parklandschaft des teilweise zerstörten Gartendenkmals (für rund 1,5 Mio. Steuergeldern) an.

Informationen, Studien, Gesetzgebung zum Klimaschutz

Auszug aus der Anlage 3 der Petiton  „Rettet den Kleinen Tiergarten“ 2014 an das Berliner Abgeordnetenhaus:

Durch die beabsichtigte Umgestaltung würde der Park seine unerlässliche ökologische
Ausgleichsfunktion für das Stadtklima, die Gesundheit der Moabiter und Moabiterinnen
sowie seinen Erholungswert verlieren. (…..)
Der Kleine Tiergarten, östlicher Teil, ist mit seinem sehr großen und wertvollen Bestand an
Bäumen, anderer Vegetationen und unversiegelten Böden dringend zu erhalten  ̈, auch als
Umsetzung des von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt im Mai 2011beschlossenem „Stadtentwicklungsplan Klima“ (StEP Klima) und dem in naher Zukunft
angestrebten „Energiewendegesetz“ für Berlin. (…..)
Für eine ökologische und klimatische Ausgleichsfunktion in der dichtbebauten Berliner
Innenstadt sieht der Stadtentwicklungsplan Klima als Ziele und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in Berlin folgendes vor:
„Erhaltung und Qualifizierung und soweit möglich Neuschaffung kleinerer Grünflächen
(einschließlich der Stadtbäume) in Siedlungsräumen, um die wohnungs- und
arbeitsplatznahe Versorgung mit Grünflächen und den klimatischen Ausgleich zu
verbessern.“ (s. StEP Klima – Gutachten, S. VI).
Wissenschaftler untersuchten, welche Berliner Gebiete besonders vom Klimawandel betroffen sind und beschreiben das Gebiet innerhalb des S-Bahn-Rings von Berlin als „besonders hoch“ betroffenes Gebiet. Hierzu gehört auch Moabit, das von den Forschern in StEP-Klima ebenso aufgeführt wird (vgl. S. III der Zusammenfassung des StEP Klima – Gutachten).
In Hinsicht auf die von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt an das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in Auftrag gegebene „Machbarkeitsstudie „Klimaneutrales Berlin 2050“ (die Anfang 2014 herausgegeben wird) erklärte ein Vertreter des Potsdamer Instituts in einer Anfrage, dass in der „Machbarkeitsstudie“ „…die Berliner Grün-, Frei-, Wald- und Moorflächen eine wichtige Rolle spielen. Eine der Aufgaben der Wissenschaftler mi der Studie ist das Abschätzen dieser Naturflächen in Hinsicht auf ihre CO 2-Senkenfunktion, was „…Pflichtaufgabe im Rahmen des Begriffs der Klimaneutralität ist.“ (….)

DESHALB DÜRFEN KEIN WEITERES GRÜN, KEINE WEITEREN UNVERSIEGELTEN
NATURFLÄCHEN IN MOABIT VERNICHTET WERDEN  ̈. DAS WÄRE UNVERANTWORTLICH UND FÜR MENSCH UND NATUR GEFÄHRLICH!

Quelle: Stadtentwicklungsplan Klima (StEP Klima), Hrsg. Senatverwaltung für
Stadtentwicklung und Umwelt von Berlin, Mai 2011, (Internet: Eingangsseite: http://www.berlin.de)
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Resümee: Berlins innerstädtische Grünanlagen wie der Kleinen Tiergarten sind mit
(dichtem) Grün aufzuwerten und der Grünbestand darf keineswegs verringert werden.

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